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Kreisseniorenrat Schwäbisch Hall (Druckversion)

Aktuelle Informationen

Aktuelle Informationen

Bildungstage 2018

Bildungstage 2018 Hesselberg 25.Sept. bis 27.Sept
Zuhause leben – heute und morgen
 
I  Überblick
 
Einführung in das Thema
Der Vorsitzende Karl Heinz Pastoors führt in das Thema ein. Ausgangsfrage ist: Wie wollen wir das Zusammenleben in einer älter werdenden Gesellschaft gestalten und welche Möglichkeiten bietet dazu Nachbarschaft? Ein wichtiger Ansatz ist caring communitiy, bürgerschaftliche Hilfe in Kombination mit Fachkräften, auch bei Pflegebedürftigkeit soll das Leben in der Wohnung möglich bleiben und die Teilnahme am öffentlichen Leben unter Berücksichtigung der großen Vielfalt des Lebens und Wohnens im Alter.
Ideenmarkt
In Gaildorf entstand aus dem Masterplan zur Stadtentwicklung der Stadtseniorenrat, monatl. Seniorentreffen, Fahrdienst, Gemeinsam in Bewegung, Spielenachmittag und Bouletreff
In Jagstheim ein Team von MitarbeiterInnen führt im Winterhalbjahr einen monatlichen Senioren-
nachmittag mit Themen und einem Ausflug durch
Seniorencafes im Landkreis werden einerseits eher weniger benötigt, andererseits macht die zunehmende Alltagsdigitalisierung speziellere Angebote notwendiger
In Crailsheim Stadtseniorenrat, Seniorenkino jeden Monat mit Ehrenamtlichen, wichtig ist die Vermittlung von Medienkompetenz durch geschulte Mediatoren
In Schwäb. Hall ebenfalls Seniorenkino, allerdings ist ein Generationenwandel in den Veranstaltungen der Kreise zu beobachten, viele „Jungsenioren“ finden in den gewohnten Programmen keinen Anschluss.

Referat Zuhause Leben e.V., Gründerin Gerda Mahmens, Daniela Indlekofer Einsatzleiterin,
und Praktikantin Felicitas Benkert, 60 MitarbeiterInnen im Einsatz

Ausgangspunkt der Selbsthilfeinitiative ist Zunahme der Zahl der Alleinlebenden, die aber den Wunsch haben, möglichst lange selbstbestimmt leben zu können. Über Beratung , Vernetzung mit Ämtern und Quartiersmanagement kann auch den prekär lebenden Menschen Kontakt und Hilfsmöglichkeiten erschlossen werden. Alltagshelfer bieten die ersten Hilfen, die dann um weitere Module ergänzt werden nach dem Grundsatz, die Hilfe zu bieten, die ein Mensch benötigt und möchte.
Darüberhinaus konnte der Verein über Projekte sich bekannt machen und Sponsoren gewinnen wie:
„Wir machen Stuttgart bunter“ Inklusionsprojekt, „Wohlfühlanrufe“ ( wurde in Stuttgart nicht angenommen), „Urlaub ohne Koffer“, „Sonntagsfrühstück“, „Sozialer Marktplatz“, Zuhause – fit fürs Alter“ (Sitztanz zu Hause)
 
Plenum zur Auswertung des Referats
„Was ist notwendig, um „gut“ zuhause als SeniorIn (lange/immer) zu leben?“ wichtig als Schlüsselfrage. D.h. zuerst fragen, welches Projekt wollen wir verwirklichen und dann erst nach den finanziellen Fördermöglichkeiten schauen. Hilfen für Antragstellung sollten über Seniorenbüro möglich werden.
 
 
Workshops

AG 1  Nachhaltigkeit von sozialen Netzwerken  Rainer Ertl


Wechsel von Vorstand und tragenden Akteuren darf den Weiterbestand einer Initiative nicht gefährden. Eigener Raum, regelmäßige Pressearbeit, Beteiligung der Kommune durch Bürgermeisterin und Stadtrat durch Vertrag, Kooperation mit Vereinen und Verbänden, Fortbildung und Anerkennungskultur für Ehrenamtliche , sind wichtige Bausteine für Nachhaltigkeit. Wünschenswert
wären von Kommunen beauftragte ev. hauptamtliche „Kümmerer“

AG2  Mobilität – Bürgerbusse – wie kommen die Menschen von A nach B?  Bärbel Hambalek
 
Mit Mobilität ist Freiheit und Autonomie und damit Lebensfreude und Lebensqualität verbunden. In jeder Gemeinde ist jedoch ein anderer Bedarf gegeben, daher ist der Vergleich von Modellen unterschiedlicher Art wichtig, um das für die örtliche Situation geeignetste herauszufinden.
Grundprinzip vieler Mobilitätsmodelle sind: Fahrzeug, Fahrer(Mehrzahl), Koordinatoren, Festlegung der Grenzen innerhalb denen gefahren wird, welche Zwecke? Andere Ansätze sind Mitfahrerbank, Radwege für E- Bikes und E-Bike Training, Fußwege, Seniorentarif bei Taxi, Ausbau ÖPNV,
Eine zentrale Datenbank sollte gesetzliche Grundlagen, wie Haftungsfragen, Organisationsfragen, Fördermöglichkeiten, Ansprechpartner und Modellbeschreibungen anbieten als Hilfestellung vor Ort.
 
 
AG3  Ideen für Seniorengruppen – interessant und lebendig bleiben!  Manfred Reich

Statt Ideenrezepte wurden Grundlagen geboten. GruppenleiterInnen müssen Menschen mögen, die Fähigkeit haben Zuzuhören, für das Gruppenanliegen begeistert sein um dies weitergeben zu können.
Der demografische Wandel kann selbst zum Thema werden indem bspw. von Ländern berichtet wird, die einen Zustand wie in der Bundesrepublik vor 50 Jahren haben oder einen Blick nach Vorne wie in Japan.
 
AG4 Tanz und Bewegung
 
In dieser Arbeitsgruppe wurde praktisch geübt im Sitzen wie im Stehen, mit Musik und auch mit Hilfe von Handtüchern. Eleonore Maas macht das Angebot auf Nachfrage hin in Seniorenkreise zu kommen.
 
AG5 Assistenzsysteme und technische Hilfsmittel zu Hause
 
An Hand zweier Filme: Musterhaus AAL und Modulhaus wurde erörtert, welche Hilfen sinnvoll und welche weniger sinnvoll sind. Forderung an die Technik muß sein; leichte Bedienbarkeit und Robustheit. Oft genügen technisch einfache Hilfe bspw. Greifhilfen, um gefallene Gegenstände vom Boden aufzuheben. Es sollte immer der Mensch bestimmen, was er selbst nutzen will.


Vorstellung der Struktur und Arbeit des Kreisseniorenrates
 
Der Vorsitzende Karl Heinz Pastoors gibt einen kurzgefaßten Überblick und verweist auf die home page des Kreisseniorenrates. Er lädt zur Mitarbeit bei folgenden Projekten und Arbeitskreisen ein:
AK Altersarmut 9.10. 9.30Uhr im Landratsamt
Falten der Vorsorgemappe (aktuell gültiger Termin)  30.Nov. 9Uhr Landratsamt.
BUGA und Landesseniorentag am 5.6.2019 in Heilbronn mit verbilligtem Eintritt zur BUGA,
der KSR plant eine gemeinsame Busfahrt
 
 
 
Auswertung durch die Tagungsteilnehmer moderiert von Rainer Ertl
 
Sehr gut angekommen ist der Besuch im servicefreundlichen Wohnen auf dem Bauernhof. Die Vertreterinen von Zuhause Leben e.V. haben alle Tagungsteilnehmer restlos begeistert. Die Workshops haben große Vielseitigkeit und Perspektivenvielfalt hervorgebracht, ein Feuerwerk an Kompetenzen und viele Möglichkeiten zur Vernetzung. Organisation und Vorarbeit waren hervorragend. Das bürgerschaftliche Engagement im Landkreis ist beeindruckend. Im Einzelnen gab es sehr gute Anregungen bspw. den Bedarf für Mobilitätsangebote ortsspezifisch zu erheben oder eine „Mitfahrerbank“ zu etablieren.

Was sollte für die nächste Tagung berücksichtigt werden?
 
Themensammlung: Wie können neue Teilnehmer für Gruppen und Kreise gewonnen werden und zur Teilnahme motiviert werden?  -  Besuchsdienste als Ausgangspunkt
Altersarmut
Pflege und Pflegeversicherung, welche weiteren notwendigen Hilfen könnten wie angeboten werden?
Welche Themen und Referenten gibt es für Gruppen und Kreise, welche finanziellen Hilfen?
( siehe hierzu auch unter home page Kresiseniorenrat)
Junge Generation einladen und erfahren, was die junge Generation von der Seniorengeneration erwartet.
 
Programm:
 
Die Busanfahrt beim Ausflug wurde allgemein als zu lang empfunden. Zwei Abende zum Kennenlernen wurden als gut bewertet, der Ausflug könnte auch als Abschluss am letzten Tag stattfinden. Die früheren Ausflugsziele können durchaus wieder aufgenommen werden, da sich der Teilnehmerkreis der Tagung inzwischen sehr verändert hat.
Unterbringung: Hier gab es kritische Punkte:
Gästehaus 1 ist schlecht für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. In Zukunft muß das bei der Anmeldung bereits erfragt und dann berücksichtigt werden. Auch beim Ausflug muß darauf geachtet werden. Die Anfrage für vegetarisches Essen ist unklar verlaufen. Im Gästehaus 2 gab es noch nächtlichen Lärm nach 22Uhr. Es sollte für alle Teilnehmer eine Teilnehmerliste bereitgestellt werden, damit sich Mitfahrgemeinschaften bilden können.
Der Anmeldeprospekt war von den Informationen her vollständig. Eine Anmeldung sollte auch online möglich sein.
Ein Termin für 2019 muß wie gewohnt Volksfest CR und Muswiese „umschiffen“.
Das Protokoll wird per email zugestellt, da alle Teilnehmer eine email angegeben haben.

Alle haben sich sehr über das gemeinsame Singen mit Herrn Demand gefreut!


für das  Protokoll     gz. Rudolf Schmid (Schriftführer KSR)

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