Kreisseniorenrat Schwäbisch Hall

Seitenbereiche

Logo Kreisseniorenrat Schwäbisch Hall

Volltextsuche

Seiteninhalt

Aktuelle Informationen

Ein Wort, wie wir miteinander verbunden bleiben können

Vieles, was wir mit Solidarität verbinden, geht gerade nicht: Uns regelmäßig treffen, ins Café gehenl, die Türen öffnen und alle einladen, Menschen besuchen, uns umarmen und die Hand reichen.Welche Ausdrucksform von Solidarität finden wir in einer Zeit, die echt komisch ist?
Komisch, dass fast alles ausfällt, was unser Leben ausmacht: Die Arbeit mit Anderen, Schule, Kindertagesstätten, Reisen, Urlaube. Konzerte, Kino, Theater, Essen gehen, Treffen mit Freundinnen und Freunden. Und auch Gottesdienste.

Wen treffe ich in diesen Zeiten noch regelmäßig? Unsere Planungen werden auf den Kopf gestellt. Unsere Sicherheiten werden in Frage gestellt. Unsere Beziehungen verändern sich.
Corona verlangt krasse Maßnahmen. Wie bleiben wir in Verbindung, ohne uns zu sehen?
Solidarität spüren, sie verstehen und mit ihr klug handeln, das ist wahrscheinlich das, was wir tun können in diesen Tagen.

Und da sind die Fragen: Bekomme ich das Virus? Wie schwer wird die Krankheit verlaufen? Wer wird noch betroffen sein? Und wie lange wird es unser Leben beeinträchtigen?
„Fürchtet euch nicht.“ heißt es in der Bibel und damit sollten wir uns immer wieder Mut machen.  Der Satz erinnert uns daran, dass Angst zu unserem Leben dazu gehört, und sagt uns zugleich, dass sie nicht das letzte Wort hat. Die Angst hilft uns klug zu werden und angemessen zu handeln. Das Leben auszukosten, zu gestalten und, so gut wir können, zu schützen. Und so wie die Bedrohung durch das Virus uns alle gleichmacht, so gilt es auch den Schutz eines jeden Lebens - unabhängig vom Alter und Hautfarbe -- gleichzustellen.
Das gilt für uns und unsere Liebsten, für unsere Nachbarinnen und Nachbarn, das gilt für die älteren Menschen, das gilt für die mit einem schwachen Immunsystem, das gilt für jeden Geflüchteten auf dem Mittelmeer und in den griechischen Inseln.

Lassen Sie uns in dieser Zeit weiter in Kontakt bleiben, telefonieren, die digitalen Möglichkeiten nutzen, die wir haben und uns Mut machen. In diesem Sinne wünsche ich uns allen, dass wir in wenigen Wochen gestärkt und mit Zuversicht aus dieser Krise kommen.

Ihr Karl-Heinz Pastoors

Vorsitzender